Tarifrunde Kunststoff: Kein angemessenes Angebot

Verhandlungsführer der IGBCE, Gerd Hammer (links) bespricht sich mit der Tarifkommission. Foto: Julian Liebner

Schwierig gestalten sich die Verhandlungen für die 16.500 Beschäftigten in der Kunststofftarifrunde in Bayern. Auch die zweite Verhandlungsrunde am 19. Mai brachte wenig Annäherung. 

Während die Arbeitgeberseite mit Verweis auf die steigenden Kostenbelastungen aus Rohstoff- und Energieversorgung sowie Unwägbarkeiten durch Krieg und Krise auf eine vorübergehende Brückenlösung drängt, rückt die IGBCE Bayern von ihrer Forderung (Lohnplus von durchschnittlich 6,5 Prozent, Verbesserung der Ausbildungsbedingungen, mehr Sozialpartnerschaft) nicht ab. Bislang hat die Arbeitgeberseite auf die Kernforderung der IGBCE Bayern kein angemessenes Gegenangebot gemacht. 

Erwartungshaltung der Beschäftigten ist sehr groß

Nach einem zähen Verhandlungstag in München haben sich beide Seiten entschlossen, die Verhandlungen ergebnislos zu vertagen. „Die Erwartungshaltung der Beschäftigten ist berechtigterweise sehr groß“, resümiert Gerd Hammerl. Der Verhandlungsführer und stellvertretende IGBCE-Landesbezirksleiter weiter: „Die Mitglieder in den Betrieben haben mit ihren Aktionen ihre Unterstützung für unsere Forderung gezeigt. Diese Unterstützung brauchen wir auch bis zur nächsten Verhandlungsrunde.“ Fest steht: Die IGBCE Bayern wird nicht lockerlassen und weiter für die Beschäftigten in den Betrieben einstehen.

Die Verhandlungen werden am 22. Juni fortgesetzt.

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